Alexander Trifonowitsch Twardowski 08. Juli 1910 ¿ 18. Dezember 1971) war ein russisch-sowjetischer Dichter. Er wurde im Jahre 1910 als Sohn eines Schmiedes geboren. Nach Beendigung der 4. Schulklasse verließ er wegen materieller Schwierigkeiten die Schule. Zuhause lief er zweimal weg, weil er mit der bäuerlichen Lebensweise unzufrieden war. 1924 trat Twardowski dem Komsomol bei, drei Jahre später wurde er Mitglied der Assoziation Proletarischer Schriftsteller (RAPP). Er widmete sich ganz der Literatur. Seine ersten Werke wurden in Zeitungen der Sowjetarmee in der Oblast Smolensk veröffentlicht. In seinen Poemen ???? ? ?????????? (Der Weg zum Sozialismus, 1931) und ?????? ??????? (Das Land Murawija, 1934¿1936) verherrlichte er die Kollektivierung der sowjetischen Landwirtschaft. Als Mitglied der KPdSU (seit 1938) nahm er als Politkommissar an der Besetzung der östlichen Teile Polens und am Finnisch-Sowjetischen Winterkrieg teil. Sein Poem ??????? ?????? (Wassili Tjorkin, 1941¿1945) gilt als Beispiel für die sowjetischen Vorstellungen der damaligen Zeit über die Dichtkunst. Als Chefredakteur der Moskauer Literaturzeitschrift Nowy Mir (Neue Welt) ließ Twardowski im Herbst 1962 die Erzählung Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch des damals unbekannten Autors Alexander Solschenizyn abdrucken. Alexander T. Tvardovskij zählt in seiner Heimat Russland zu den berühmtesten Dichtern. Seine Poeme (Gedichterzählungen) gehören dort zum Kanon der Literatur. Auch mit seiner Lyrik nimmt er einen wichtigen Platz ein. Vieles davon ist über die Bücher und Bibliotheken hinaus mündlich verbreitet; man sieht ihn als Allgemeingut an. Nicht weniger bedeutsam als seine schriftstellerische Arbeit war sein Wirken als Chefredakteur der Literatur- und Kultur-Zeitschrift ¿Novy Mir¿ (Neue Welt), die sich als einziges Presseorgan in den 1950er und -60er Jahren der offiziellen Ideologie entgegenstellte. Tvardovskij brachte in dieser Zeitschrift unter anderem die ersten Publikationen Boris Pasternaks und entdeckte Alexander Solschenizyn, dessen Erzählung ¿Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch¿ in der Zeitschrift veröffentlicht werden konnte. Das wohl tiefsinnigste russische Werk über den Krieg war Alexander Twardowskis Poem ¿Wassili Tjorkin¿. Darin zeigte der sowjetische, vom Dorf stammende Dichter, dass die Kraft des russischen Soldaten in seinem humorvollen Verhältnis zu allem liegt, was mit ihm geschieht, in seiner Quetschkommode und seiner Selbstgedrehten, seinem zutiefst ruhigen Erleben der eigenen Existenz. Der russische Soldatenhumor war mindestens so stark wie berühmter Raketenwerfer, die ¿Katjuscha¿. «Kakaja svoboda, kakaja chudesnaja udal', kakaja metkost', tochnost' vo vsem i kakoj neobyknovennyj narodnyj soldatskij jazyk ¿ ni suchka, ni zadorinki, ni edinogo fal'shivogo slova!» - pisal I. A. Bunin o poeme «Vasilij Terkin» Aleksandra Tvardovskogo - vydajuschegosja russkogo poeta s dramaticheskoj sud'boj. Poema "Vasilij Terkin" stala odnoj iz vershin tvorchestva poeta, v kotoroj vo vsej polnote ozhila narodnaja dusha. V knigu takzhe vkljucheny poemy "Strana Muravija"( «vysokuju kul'turu stiha» uzhe v etoj poeme otmechali B. Pasternak i N. Aseev) "Dom u dorogi", "Za dal'ju - dal'", "Terkin na tom svete", "Po pravu pamjati", (opublikovana tol'ko v 1987), v kotoroj opisana tragicheskaja sud'ba otca Tvardovskogo - raskulachennogo i soslannogo krest'janina-kuzneca.; pejzazhnaja lirika, voennye stihotvorenija i stihotvorenija poslednih let, rasskazy i ocherki.