Wenn Menschen an einer Demenz erkranken, wird dies gemeinhin als beängstigende, traumatisierende und stigmatisierende Erfahrung beschrieben. Diesen Annahmen stellen die Herausgeber Forschungsergebnisse und Fallstudien von demenzkranken Menschen entgegen. Sie zeigen, dass sich positive psychologische Konzepte, wie Hoffnung, Humor, Kreativität, Resilienz, Spiritualität, persönliches Wachstum und Weisheit mit Wohlbefinden und Lebensqualität verbinden lassen und sie für Betroffene genutzt werden können, um zu einem besseren Leben mit Demenz beizutragen. Die AutorInnen konnten in ihrer früheren systematischen Literaturanalyse "positiv Leben mit Demenz" belegen, dass - manche Menschen trotz einer Demenzerkrankung positiv leben - manche Menschen mit einer Demenz "kleine Geschenke" im Leben mit einer Demenz erfahren - die bisherige Forschung diesen positiven Aspekte vielfach übersehen hat - Menschen mit Demenz ein gutes Leben führen können - trotz einer Demenzerkrankung - wenn sie akzeptiert werden, selbstbestimmt leben können und mit anderen in Kontakt bleiben - die Positive Psychologie und Pflege wichtige Beiträge leisten können, um persönliche Stärken und Ressourcen zu stärken und um Hoffnung und Humor aufkeimen und Menschen aufblühen zu lassen - eine persönliche Entwicklung und persönliches Wachstum trotz Demenz möglich sein kann. Das Fachbuch fasst somit erstmalig und an Fähigkeiten orientiert den Nutzen der Ansätze der positiver Psychologie und Pflege für ein gutes Leben mit und trotz Demenz zusammen.
Wie können Menschen mit Demenz trotz kognitiver Veränderungen Wohlbefinden, Sinn und Wachstum erfahren? Dieses Fachbuch überträgt die Prinzipien der Positiven Psychologie auf die Demenzpflege. Ein internationales Autorinnenteam zeigt, warum das Defizitmodell - das Demenz mit Verlust und Verfall gleichsetzt - einer Korrektur bedarf. An seine Stelle tritt ein fähigkeitenorientierter Ansatz, der Ressourcen, Stärken und Potenziale der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.
Das Werk verbindet Konzepte wie Resilienz, Hoffnung, Humor, Kreativität und Spiritualität mit pflegewissenschaftlichen Modellen. Wohlbefinden bei Demenz ist kein Widerspruch, sondern erreichbar, wenn Pflegebeziehungen partnerschaftlich gestaltet werden. Theoretische Bezüge wie das PERMA-Modell, der Fähigkeitenansatz nach Nussbaum und das Senses Framework werden aufbereitet und durch Studienergebnisse sowie Originalzitate untermauert. Das abschließende Kapitel überführt die Erkenntnisse in einen fähigkeitenorientierten Pflegeprozess mit gesundheitsfördernden Pflegediagnosen und Interventionen.
Das Fachbuch richtet sich an Pflegende, Studierende der Pflegewissenschaft, Psycholog*innen, Gerontolog*innen sowie pflegende Angehörige, die nach Alternativen zum Krankheitsmodell suchen.