Diese Studie untersucht Spaltsatzkonstruktionen im Dolomitenladinischen auf der Grundlage eines Korpus von Evangelienübersetzungen in verschiedenen ladinischen Varietäten. Dabei werden Vergleiche zu den wichtigsten Kontaktsprachen (Italienisch und Deutsch) sowie zu anderen rätoromanischen Varietäten (Romanisch und Friaulisch) gezogen.
Die Forschung verfolgt zwei Hauptziele: In erster Linie wird eine erste systematische Typologie von Spaltsätzen im Dolomitenladinischen erstellt, basierend auf schriftlichem und genrespezifischem Datenmaterial. Zweitens wird gezeigt, dass die Fokusmarkierung in diesem speziellen Korpus von Evangelienübersetzungen nicht angemessen analysiert werden kann, ohne ihre pragmatische Funktion zu berücksichtigen.
Bezogen auf das erste Ziel zeigt die Analyse ein hohes Maß an struktureller Komplexität und Heterogenität, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, darunter syntaktisch-typologische Merkmale, interne idiomatische Variation und Sprachkontakt mit den benachbarten Varietäten.
In Bezug auf das zweite Ziel bestätigen die Ergebnisse, dass Spaltsatzkonstruktionen, insbesondere Spaltsätze, nicht nur eine strukturelle, sondern auch eine zentrale pragmatische Funktion bei der Fokusmarkierung erfüllen. Die Evangelienübersetzungen, die als Korpus dienten, lieferten wesentliche Einblicke in die Rolle des Diskurskontextes bei der Beschreibung von Spaltsätzen.
The book series Beihefte zur Zeitschrift für romanische Philologie, founded by Gustav Gröber in 1905, is among the most renowned publications in Romance Studies. It covers the entire field of Romance linguistics, including the national languages as well as the lesser studied Romance languages.
The editors welcome submissions of high-quality monographs and collected volumes on all areas of linguistic research, on medieval literature and on textual criticism. The publication languages of the series are French, Spanish, Portuguese, Italian and Romanian as well as German and English. Each collected volume should be as uniform as possible in its contents and in the choice of languages.