Nach Sanary-sur-Mer, einer kleinen Mittelmeergemeinde zwischen Toulon und Marseille, flüchtete nach Hitlers Machtergreifung ein großer Teil der Berliner, Prager und Münchner Intelligentia. Die Präsenz von Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel und des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann mit seiner Familie machte den Ort zur "Hauptstadt der deutschen Literatur", wie Ludwig Marcuse ihn in seiner Autobiographie ironisch nannte. Manche Intellektuelle blieben Wochen, andere Monate oder gar Jahre. Für Feuchtwanger, der sich in Sanary wie ein Kurgast und nicht wie ein Emigrant fühlte, war die dort verbrachte Zeit die produktivste seines Lebens.
Zunehmend fielen Schatten auf das Exil unter Palmen. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erklärte Frankreich alle Deutschen und Österreicher zu feindlichen Ausländern und internierte sie. Das neue Weimar am Mittelmeer wurde zur Falle. Viele Exilierte aus Sanary konnten noch rechtzeitig das "unholde Frankreich" (Feuchtwanger) verlassen und nach Übersee, vor allem in die Vereinigten Staaten, fliehen. Diejenigen, die in Sanary blieben, ließen dort ihr Leben, wie Franz Hessel, oder wurden nach Auschwitz deportiert und ermordet, wie Hans Arno Joachim.
"Ein wichtiges Kapitel deutscher Literaturgeschichte, serviert als unterhaltsame Erzählung mit gedanklichem Tiefgang."
(Rheinische Post)
"Ein überragendes Buch, wie es lebendiger und kenntnisreicher kaum vorstellbar ist."
(Rhein-Neckar-Zeitung)
"Unbedingt lesenswert!"
(SWR lesenswert)
Zwischen 1933 und 1942 lebten in Sanary-sur-Mer rund fünfzig deutschsprachige Intellektuelle im Exil. Die bedeutendsten Schriftsteller der Weimarer Republik, darunter Bertolt Brecht, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel und die ganze Familie des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann, hielten sich dort Wochen, Monate oder Jahre auf, bevor sie emigrierten. Dieses Buch erzählt ihre Geschichte in der kleinen Mittelmeergemeinde an der Côte d'Azur, die während des Nationalsozialismus zum Weimar im Exil oder zur "Hauptstadt der deutschen Literatur" wurde, wie sie der Schriftsteller Ludwig Marcuse nannte.
"Ein wichtiges Kapitel deutscher Literaturgeschichte, serviert als unterhaltsame Erzählung mit gedanklichem Tiefgang."
(Rheinische Post)
"Ein überragendes Buch, wie es lebendiger und kenntnisreicher kaum vorstellbar ist."
(Rhein-Neckar-Zeitung)
"Unbedingt lesenswert!"
(SWR lesenswert)