Die neuartige und wirkmächtige Gene Drive-Technik, mit deren Einsatz große Hoffnungen, aber auch erhebliche Befürchtungen verbunden sind und die noch mit erheblichen wissenschaftlichen Ungewissheiten behaftet ist, wirft die Frage einer ausreichenden rechtlichen Regulierung auf. Da in Situationen wissenschaftlicher Ungewissheit dem Vorsorgeprinzip eine bedeutsame Rolle zukommt, untersucht die vorliegende Arbeit, inwieweit das Vorsorgeprinzip staatliches Handeln in Zusammenhang mit der absichtlichen Freisetzung von mittels Gene Drive gentechnisch veränderten Organismen zu steuern vermag. In den Blick genommen wird die Ebene des Völkerrechts sowie die Ebene des US-Bundesrechts.
Die Autorin
Isabel Albrecht
hat nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Université de Genève den juristischen Vorbereitungsdienst im Bezirk des Oberlandesgerichts München absolvierte. Im Anschluss an eine Tätigkeit als Rechtsanwältin im Bereich des Öffentlichen Rechts ist Isabel Albrecht derzeit als Regierungsrätin beim Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration tätig.