Die bisher gewonnenen Erkenntnisse über die Embryonalentwicklung und Stammzellen stammen aus der Grundlagenforschung an embryonalen Stammzellen von Mäusen. Seit 1998 ist es Forschern gelungen, menschliche embryonale Stammzellen unter Laborbedingungen zu kultivieren. Menschliche embryonale Stammzelllinien wurden aus der inneren Zellmasse menschlicher Blastozysten gewonnen, die durch In-vitro-Fertilisation erzeugt wurden. Die Techniken zur Züchtung menschlicher embryonaler Stammzellen, wie zuvor beschrieben, ähneln denen, die für die Kultivierung embryonaler Stammzellen von Mäusen verwendet werden. Menschliche embryonale Stammzellen müssen jedoch auf einer Feeder-Schicht aus embryonalen Fibroblasten von Mäusen oder in Medien gezüchtet werden, die durch embryonale Fibroblasten von Mäusen konditioniert wurden. Menschliche embryonale Stammzelllinien können in Kultur gehalten werden, um eine unbegrenzte Anzahl identischer Stammzellen für Forschungszwecke zu erzeugen. Wie bei embryonalen Stammzellen der Maus wurden die Kulturbedingungen so gestaltet, dass sie die Differenzierung in bestimmte Zelltypen (z. B. neurale und hämatopoetische Zellen) steuern. Die Anwendungen von Stammzellen als Therapeutika sind weit verbreitet.