Das Buch der Stunde: Eine junge Frau wehrt sich gegen digitale sexualisierte Gewalt.
Eine junge Frau führt ein erfolgreiches Leben als Influencerin - bis ihr Expartner gegen ihren Willen ein intimes Video von ihr veröffentlicht. Ihr Account wird daraufhin überschwemmt von Nachrichten, in denen sie gedemütigt und bedroht wird. Sie geht ofine, flieht in eine fremde Stadt, in die Anonymität des öfentlichen Nahverkehrs. Der Bus wird zu ihrem Rückzugsort und zu einem Spiegel: Sie beobachtet ihre Mitfahrenden, gibt ihnen Namen, stellt Vermutungen über sie an - und richtet dabei immer wieder den Blick zurück auf sich selbst.
Der Roman erzählt eindringlich von sexualisierter, von digitaler Gewalt, von Blicken, Hass und Scham. Und er erzählt von den ganz alltäglichen Grausamkeiten: von sexistischen Rollenbildern, von dauernden Belästigungen und ständiger Angst. In der Protagonistin wächst die Wut über all das - und es erwacht in ihr eine Stimme, die nicht länger schweigen will.