Zsuzsanna Gahse versteht sich auf die Kunst, genau Beobachtetes knapp und präzise in Worte und Bilder zu fassen und so Menschen und Umwelt neu zu vermessen. Und wie könnte man auf eine vielfältige Welt besser reagieren als mit der Vielfalt literarischer Formen: In Angerichtet stecken Erzählinseln - wie die Autorin ihre Kurz- und Kürzestgeschichten nennt -, längere Geschichten, Gedichtnahes, Szenisches, Essayistisches und in all diesen Formen finden sich viele Kurzporträts. Die Texte haben
jeweils einen eigenen Stimmungsverlauf wie auch einen gemeinsamen großen Stimmungsbogen.
Angerichtet ist eine durchkomponierte Zusammenstellungaus nicht in Buchform erschienenen Texten der letzten Jahre sowie aus neuesten Arbeiten der Autorin.
Auch der geheimnisvolle Rechnungskünstler, der in Gahses Büchern seit Jahren immer wieder auftaucht, findet sich in diesem Buch: alle seine Auftritte, diesmal dicht vereint, vor jeweils wechselnden Kulissen. Und natürlich spielen in Angerichtet auch Speisen und Rezepte eine Rolle.